Kurz nach dem Sandstrahlen und weiteren Vorbereitungsarbeiten ging es an das Schweißen. Für mich absolutes Neuland, wie eigentlich die ganze Restauration. Auch hier konnte ich wieder auf Hilfe zählen. Leider war zu diesem Zeitpunkt keine Kamera vorhanden und die beiden einzigen Bilder, die ich noch habe, sieht man hier. Verwackelt und von schlechter Qualität, da half das ganze Photoshop nichts.

Ersetzt wurden unter anderem folgende Blechteile:

  • Kotflügel
  • Frontmaske
  • Dreiecksbleche
  • Windleitblech
  • Teile der Stehwände
  • Türhäute der Fahrer- und Beifahrertür
  • Teile des Unterbodens
  • Seitenschweller
  • Bodenbleche im Kofferraum

sowie diverse kleine Stellen, die sich in einem Mini immer wieder finden.

Anschließend wurden einige Stellen verzinnt und “schon” für das Grundieren und Lackieren vorbereiten. Besondere Aufmerksamkeit wollte ich dem Unterboden widmen. Nach einigem Überlegen kam ich zu dem Entschluss, den Unterboden weder zu lackieren noch mit Bitumen zu verschandeln. Nach Einholen von Informationen stieß ich auf eine 2-Komponenten Epoxidharz-Beschichtung von Sika (Sika® Permacor® 2230VHS) in Kombination mit der Dehnungsfugendichtmasse Sista F121 beides in Weiß passend zum Fahrzeuglack.

Produktauszug

Sika Permacor 2230 VHS wird eingesetzt als mechanisch widerstandsfähige Deckbeschichtung für atmosphärisch belastete Stahloberflächen – insbesondere auch bei Kondenswasserbelastung, z.B. für Brücken, Rohrbrücken, Kräne, Stahlkonstruktionen, Kraftwerke, Industrieanlagen, Metallfassaden, Stadien sowie Außenflächen von Tanks, Behältern und Rohren.

Hörte sich in meinen Ohren wunderbar an und das war/ist es auch. Eine Beschichtung aus halbfestem Kunststoff, die sich nach kleinen Steinschlägen oder ähnlichem wieder selbst verschließt, auch noch nach mehreren Jahren. Für das Verarbeiten empfehle ich einen SEHR gut belüfteten Ort, am besten im Freien, sowie eine Atemmaske mit Aktivkohlefilter. Das Verarbeiten geht relativ einfach. Die zwei Produktkomponenten mit Rühraufsatz einer Bohrmaschine einfach vermischen und mit einer kleinen bzw. mittleren Schaumstoffrolle streichen. Es ist auch möglich die Mischung zu spritzen, was ich aber selbst nicht ausprobiert habe. Ganz nach dem Motto: “Viel hilft Viel” habe ich für Unterboden, Motorraum, Kofferraum und Bodengruppe im Innenraum vier Gebinde à 3 kg verarbeitet und alle Bereiche mindestens vier mal gestrichen.